Lisp ist im D-Book der wichtigste Sprachanker für Q1.3. Während E3 Java als Unterrichtssprache nutzt, zeigt Lisp eine andere Tradition der Programmierung: symbolische Ausdrücke, Listen, Funktionen und Rekursion stehen im Zentrum. Damit wird Rekursion nicht als nachträglich eingebautes Spezialwerkzeug gelesen, sondern als grundlegende Form des Problemlösens.
Die Verbindung zu Q1.3 ist direkt. Eine Liste kann leer sein oder aus einem ersten Element und einer Restliste bestehen. Ein Baum kann leer sein oder aus einem Knoten und Teilbäumen. Ein Ausdruck kann aus Teilausdrücken bestehen. Solche Strukturen legen rekursive Beschreibungen nahe: Basisfall, Teilproblem und Rekursionsschritt.
Für den Unterricht ist Lisp nicht als neue Programmiersprache vorgesehen. Die Seite arbeitet weiterhin mit Java-Beispielen, Struktogrammen, Visualisierungen und bekannten Verfahren. Aber Lisp liefert die historische Tiefenschicht, warum Rekursion als Modellierungsstrategie überhaupt so zentral wurde.
Lisp verbindet außerdem Q1.3 mit Q1.4. Listen sind nicht nur Daten, sondern Struktur. Wenn Daten rekursiv aufgebaut sind, werden rekursive Verfahren besonders natürlich. Diese Einsicht bereitet auch Baumoperationen und Datenstrukturdenken vor.
Im D-Book ist Lisp daher ein Brückenartikel: von formaler Funktionssicht zu rekursiver Programmierung, von Rekursion zu Listenstrukturen und von algorithmischer Idee zu symbolischer Verarbeitung.




