Der Jacquard-Webstuhl nutzt Lochkarten, um komplexe Webmuster zu steuern. Dadurch wird ein Teil des Arbeitswissens in eine externe Folge von Zeichen ausgelagert, die von der Maschine gelesen und in Bewegungen umgesetzt wird. Für die Informatikgeschichte ist das ein besonders anschauliches Beispiel für Programmsteuerung vor dem elektronischen Computer. Die Maschine trennt in gewisser Weise zwischen Mechanik und veränderbarer Steuerinformation: Ein anderes Kartenmuster kann ein anderes Verhalten erzeugen.
D-Book-Wiki · Ereignisartikel
Jacquard-Webstuhl
Lochkarten steuern Webmuster und machen Programmsteuerung materiell sichtbar.
Der Jacquard-Webstuhl ist eine Schlüsselstation, weil er Programmierbarkeit materiell sichtbar macht. Er beeinflusst spätere Vorstellungen bei Babbage und Lovelace und verbindet Automatisierung mit symbolischer Steuerung. Zugleich zeigt er, dass solche Technik immer auch Arbeit, Qualifikation und soziale Konflikte betrifft.
Kurzüberblick
Lochkarten steuern Webmuster und machen Programmsteuerung materiell sichtbar.
Überblick
Abgrenzung
Aus dem bestehenden Ereigniskern materialisierte Standardfassung. Relationen, Quellen und didaktische Vertiefung werden separat geprüft.
Sachanalyse
Überblick

Lochkarten steuern Webmuster und machen Programmsteuerung materiell sichtbar.
Historischer und fachlicher Prozess

Der Jacquard-Webstuhl nutzt Lochkarten, um komplexe Webmuster zu steuern. Dadurch wird ein Teil des Arbeitswissens in eine externe Folge von Zeichen ausgelagert, die von der Maschine gelesen und in Bewegungen umgesetzt wird. Für die Informatikgeschichte ist das ein besonders anschauliches Beispiel für Programmsteuerung vor dem elektronischen Computer. Die Maschine trennt in gewisser Weise zwischen Mechanik und veränderbarer Steuerinformation: Ein anderes Kartenmuster kann ein anderes Verhalten erzeugen.
Bedeutung

Der Jacquard-Webstuhl ist eine Schlüsselstation, weil er Programmierbarkeit materiell sichtbar macht. Er beeinflusst spätere Vorstellungen bei Babbage und Lovelace und verbindet Automatisierung mit symbolischer Steuerung. Zugleich zeigt er, dass solche Technik immer auch Arbeit, Qualifikation und soziale Konflikte betrifft.
Quellen
Weitere Quellen
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Science and Industry Museum: Weaving numbers - The Jacquard loom and early computing
Spezifische Quelle zur Bedeutung des Jacquard-Webstuhls für Lochkarten, Programmsteuerung und frühe Computing-Bezüge.
Bedeutungsschichten im D-BookLineages, Concepts, Ort und Statistik als nachgeordnete Kontextdimensionen.3 Bezüge
Bedeutungsschichten im D-Book
Einordnung
Der Jacquard-Webstuhl gehört in die Textilindustrie der frühen Industrialisierung. Er verbindet Produktion, Mustersteuerung und Lochkarten zu einer materiellen Vorform programmierter Abläufe. Das Ereignis ist synchronoptisch besonders ergiebig, weil es technische, wirtschaftliche und soziale Linien bündelt: Maschinen werden flexibler steuerbar, Arbeitsprozesse verändern sich, und die Idee einer extern gespeicherten Steuerinformation wird anschaulich.
Verbindungen im D-Book
Die folgenden Fachbegriffe ordnen das Ereignis relational in das D-Book-Wissensnetz ein. Die Beziehungsbeschreibungen stammen aus den kuratierten Concept-Zuordnungen des Ereignisdatensatzes.
Fachliche Concepts
Concepts binden das Ereignis an den fachlichen Begriffskern und fuehren bei vorhandenen Ankern ins Glossar.
Programm
programmähnliche Steuerung von Maschinenabläufen — Aus V1-Altzuordnung fachlich kuratiert reaktiviert.
Algorithmus
regelhaft organisierte Abläufe als Vorform algorithmischer Steuerung — Aus V1-Altzuordnung fachlich kuratiert reaktiviert.
Räumliche Verortung
Die folgenden Orte, Institutionen und räumlichen Kontexte sind relational mit diesem Geschichtsereignis verbunden. Die genaue räumliche Rolle stammt aus den kuratierten Ereignis-Orts-Beziehungen.
Geografischer Kontext
Orte markieren raeumliche Entstehungs-, Institutions- oder Infrastrukturbezuege und fuehren weiter zum GeoAsset.
Lyon / Seiden- und Jacquard-Kontext
wurde hier entwickelt [developed_at] – Jacquard/Lyon-Kontext — Jacquard-Webstuhl wird dem Lyoner Weberei-/Seidenkontext zugeordnet.
Medien und ZusatzassetsPrimärmedium, Atlas-Preview, Statistikansichten und kuratierte Asset-Abschnitte.11 Assets
Datenpfad und RelationenRelationale Vorlinien, Fortsetzungen und Kontextpfade aus den History-Daten.11 Relationen
Relationspfade
Vorlinien
- Aufklärung, Rationalisierung und Mechanisierungca. 1687 bis 1789bereitet vor
Mechanisierung und Steuerung bereiten programmierte Produktionsabläufe vor.
- Lochkarten in der Seidenproduktion1741 bis 1790bereitet vor
Lochkartensteuerung wird im Jacquard-Webstuhl sichtbar.
- Vaucanson-Automaten1738beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Industrialisierung1760 bis 1914beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Babbage: Analytical Engine1833beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Hollerith-Lochkarten1890beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Lochkarten in der Seidenproduktion1741 bis 1790beeinflusst
Lochkartensteuerung wird im Jacquard-Webstuhl sichtbar. V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
Fortsetzungen
- Ada Lovelace1843beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Hollerith-Lochkarten1890beeinflusst
V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
- Babbage: Analytical Engine1833beeinflusst
Babbage greift die Idee externer Steuerinformation auf. V1-related-Verweis aus lokalem Datensatz
Kontext
- Ludditen und Maschinensturm1811–1816Kontext zu
Textilmaschinen und Programmsteuerung verändern Arbeit und Qualifikation.



