B-Bäume stehen im D-Book für den Schritt von einfachen Datenstrukturen zu speicherbewussten Suchstrukturen. Q1.4 behandelt Arrays, Listen, Stack, Queue und Bäume. Bei B-Bäumen wird sichtbar, dass Datenstrukturen nicht nur im Hauptspeicher gedacht werden dürfen. Große Datenmengen liegen häufig auf blockorientierten Speichern, bei denen jeder Zugriff teuer ist.
Ein B-Baum ist so organisiert, dass Knoten mehrere Schlüssel und mehrere Kinder enthalten können. Dadurch wird die Baumhöhe klein gehalten. Weniger Höhe bedeutet weniger Blockzugriffe. Die Struktur bleibt balanciert, sodass Such-, Einfüge- und Löschoperationen kontrolliert bleiben.
Für den Unterricht muss ein B-Baum nicht vollständig implementiert werden. Wichtig ist die Modellentscheidung: Ein binärer Suchbaum ist nicht immer die passende Suchstruktur. Wenn Daten groß und blockweise gespeichert sind, verändern sich die Kosten. Dann wird eine Struktur sinnvoll, die viele Schlüssel pro Knoten nutzt und die Höhe reduziert.
Damit verbindet der Artikel Q1.4 mit Datenbanken und Dateisystemen. System R und relationale Datenbanksysteme nutzen Indexstrukturen und Datenhaltungskonzepte, die solche Speicherfragen praktisch relevant machen.
Im D-Book ist der B-Baum deshalb ein Vertiefungsanker: Datenstrukturwahl hängt von Operation, Speicherumgebung und Zugriffskosten ab.



